Dr. Lukas Niggemann wird neuer Chefarzt am KRH Klinikum Großburgwedel
Foto:KRH Klinikum Region Hannover
Dr. Lukas Niggemann wird zum 1. Juni 2026 neuer Chefarzt der Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie am KRH Klinikum Großburgwedel. Der 57-Jährige folgt auf Prof. Dr. Reinhard Fremerey, der das Klinikum zum 31. Dezember 2025 auf eigenen Wunsch verlassen hat.
„Dr. Niggemann ist genau die Führungspersönlichkeit, die unsere Klinik in dieser spannenden Phase braucht. Er überzeugt als hervorragender Mediziner und versteht es, seine Ziele verständlich zu vermitteln und das Team bei der gemeinsamen Weiterentwicklung mitzunehmen. Ich freue ich mich, dass wir ihn für unser Haus in Großburgwedel gewinnen konnten“, betont Dr. Matthias Bracht, KRH-Geschäftsführer Medizin.
Auch PD Dr. K. Tim Kaufeld, Geschäftsführender Kaufmännischer und Ärztlicher Direktor des KRH Klinikum Großburgwedel, begrüßt die Personalentscheidung. „Wir freuen uns, mit Dr. Niggemann einen erfahrenen und ausgewiesenen Experten zu gewinnen, und das Team in der Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie und im Endoprothetikzentrum wieder komplett zu wissen. Er wird mit seinen Impulsen frischen Wind mitbringen“, sagt Kaufeld.
Dr. Niggemann sieht in seiner neuen Aufgabe eine besondere Herausforderung. „Das KRH Klinikum Hannover mit der Region als Träger genießt dank der Medizinstrategie 2030 einen hervorragenden Ruf in der Bundesrepublik. Gepaart mit der Entwicklungsperspektive des Standorts Großburgwedel ergibt das für mich genau die Herausforderung, die ich gesucht habe. In Fachkreisen ist zudem bekannt, dass das Endoprothetikzentrum der Klinik als zweites in Deutschland die roboterarm-assistierte OP eingeführt hat. Das stellt für mich einen besonderen Reiz dar“, sagt er.
Als prägende Station in seinem beruflichen Werdegang bezeichnet Niggemann seine Zeit beim Universitätsklinikum Bochum, einem Maximalversorger mit 450 Betten. Es gehört zum Verbund der Knappschaft Kliniken, zu dem auch kleinere Krankenhäuser zählen. „Durch die Zugehörigkeit zu den Knappschaft Kliniken habe ich Krankenhäuser aller Größen kennengelernt, umso mehr freue ich mich auf das KRH Klinikum Großburgwedel. Der Standort ist auch für einen Neubau sehr gut gewählt“, sagt Niggemann.
Nach Erfahrungen in einer viszeral- und allgemeinchirurgischen Klinik bei den Städtischen Kliniken Dortmund stellte er schnell fest, dass er unfallchirurgisch-orthopädisch arbeiten wollte. Erste entsprechende Erfahrungen sammelte er im Marien Hospital Witten. Seit 2003 war er bei den Knappschaft Kliniken tätig. Dort verlief seine Karriere kontinuierlich aufwärts. Unter anderem begann er 2014 federführend mit dem Aufbau und der Koordination des Endoprothetikzentrums der Klinik für Unfallchirurgie und Orthopädie des Universitätsklinikums Knappschaftskrankenhaus Bochum, dessen Hauptoperateur er wurde.
Anders als das KRH Klinikum Großburgwedel arbeitet das Endoprothetikzentrum in Bochum nicht mit einem klassischen OP-Roboter für Endoprothetik an Hüfte und Knie, sondern vor allem mit standardisierten, zertifizierten OP-Verfahren und sehr erfahrenen Operateuren.
Über seine medizinische Haltung sagt Niggemann: „Ich verfolge einen ganzheitlichen Ansatz, betrachte den Patienten ganzkörperlich und ergründe, wovon er am meisten profitiert. Es geht mir nicht ums Röntgenbild.“
Auch das Team und die neuen Kollegen haben für ihn eine hohe Priorität. „Mir ist es wichtig, in einem Umfeld zu arbeiten, in dem Qualität nicht nur über Standards definiert ist, sondern im täglichen Miteinander gelebt wird.“
Die Klinik für Unfallchirurgie und Orthopädie am KRH Klinikum Großburgwedel ist als Endoprothetikzentrum zertifiziert. Bereits seit 2014 wird dort das Mako-System eingesetzt, ein fortschrittliches System der roboterarm-assistierten Endoprothetik zur präzisen Implantation künstlicher Gelenke. Seit 2019 kann die Klinik zudem auf ein zusätzliches Modul sowohl für die Hüft- als auch für die Totalknieendoprothetik zurückgreifen.