Tischler-Innung Burgdorf spricht Gesellen frei
Die Freisprechung der im Innungsbereich der Tischler-Innung Burgdorf ausgebildeten Tischlergesellen hat am vergangenen Freitag, 3. Juli 2026, im Gasthaus Haase in Burgdorf stattgefunden. Die Feier begann um 17:15 Uhr in Anwesenheit der Ausbildungsbetriebe und der Angehörigen der Prüflinge.
Die Laudatio hielt Dirk Hanne, Obermeister der Tischler-Innung Burgdorf. Ebenfalls dabei waren Mario Sonnenburg, Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Neustadt-Burgdorf, der Innungsvorstand sowie Christian Goritzka, Teamleiter der Abteilung Holztechnik an der BBS Burgdorf. Nach dem offiziellen Teil mit der Übergabe der Zeugnisse klang die Feierstunde bei Essen und Getränken aus.
Der Abschluss der Prüfungen fand am 1. Juli 2026 unter der Leitung des Prüfungsausschussvorsitzenden Björn Raguse statt. Die Prüfung bestand aus einem theoretischen Teil sowie den praktischen Teilen Arbeitsprobe und Gesellenstück. Der theoretische Teil wurde an der Berufsbildenden Schule Burgdorf im Fachbereich Holztechnik geprüft. Die Tischler-Innung Burgdorf dankte der Fachbereichsleitung, allen beteiligten Ausbildern und Lehrern sowie der Schulleitung für die langjährige gute Zusammenarbeit.
In diesem Jahr wurden 12 Auszubildende zur Prüfung angemeldet. Ein Auszubildender absolvierte als Wiederholer den fachtheoretischen Prüfungsteil. Zehn Frauen und Männer bestanden die Prüfung. Der Jahrgang erreichte nach Angaben der Innung sowohl fachtheoretisch als auch praktisch einen guten Durchschnitt.
Prüfungsbester 2026 ist Joel Jost aus Uetze, der bei der Müller + Peters Tischlerei + Objektdesign GmbH in Burgdorf ausgebildet wurde. Sein Gesellenstück ist ein Saatgutschrank aus Erle. Zweitbeste der Prüfung wurde Nora Heid aus Berlin. Sie absolvierte ihre Ausbildung bei der Tischlerei Hanne GmbH in Wedemark-Negenborn und fertigte als Gesellenstück einen Kleiderschrank aus Kirschbaum, gebeizt und geölt, mit Metallfußgestell und messingfarbenen Griffelementen an.
Auch der vom Bundesinnungsverband ausgelobte Wettbewerb „Die Gute Form“ wurde in diesem Jahr wieder bewertet. Eine unabhängige Jury aus Wirtschaft und planerisch-kreativen Berufen vergab drei Preise. Den ersten Platz erreichte Anna Katharina Bernklau aus Burgdorf, ausgebildet bei Holztechnik Schaper Tischlerei- und Innenausbau in Burgdorf-Schillerslage. Sie überzeugte mit einem Flurmöbel beziehungsweise Nähschrank in Weißtanne mit Rahmenschiebetüren und gelaserter Füllung.
Den zweiten Platz belegte Joel Jost mit seinem Saatgutschrank aus Erle, der nach Angaben der Innung durch filigrane Detailausführung und besondere Dekorentwicklung zur Oberflächengestaltung überzeugte. Platz drei ging an Nora Heid mit ihrer Kleideraufbewahrung. Die Erst- und Zweitplatzierten qualifizieren sich für den Landeswettbewerb im Oktober 2026 und werden im Rahmen der Verbrauchermesse Infa ausgestellt.
Weitere Junggesellen des Jahrgangs 2026 sind Frederick Hagenberg aus Wedemark, Dustin Hübner aus Lehrte, Jonas Malte Kluck aus Wedemark, Lukas Krumwiede aus Wedemark, Tom Lott aus Burgdorf, Sena Oguzcan aus Hannover und Silas Zavec aus Uetze.



Die gute Form, Arbeit von Joel Jost
