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Gewerbeimmobilienmarkt: Ernüchternde Zahlen für Büro und Logistik

Die Vielzahl an Krisen und die schrumpfende deutsche Wirtschaftsleistung im letzten Quartal 2023 prägten im abgelaufenen Jahr die regionale Immobilienwirtschaft und haben die Akteure sowohl auf der Angebots- als auch Nachfrageseite in ihren Investitionsentscheidungen deutlich eingebremst. Das ist das vorläufige Ergebnis der Jahresbilanz, die Region und Landeshauptstadt Hannover gemeinsam mit den wichtigsten und marktprägenden Akteuren der regionalen Immobilienwirtschaft gezogen haben.

Die wirtschaftliche Gesamtsituation ist komplex und hat dazu geführt, dass die deutsche Wirtschaftsleistung im vergangenen Jahr insgesamt zurückgegangen ist. Im ersten Quartal 2023 wuchs die Wirtschaft in Deutschland laut Bundesbank preis-, saison- und kalenderbereinigt noch minimal um 0,1 Prozent zum Vorquartal. Im zweiten und auch im dritten Vierteljahr stagnierte das Bruttoinlandsprodukt in Europas größter Volkswirtschaft. Im Schlussquartal schrumpfte die Wirtschaftsleistung laut einer ersten Schätzung der Statistiker schließlich um 0,3 Prozent.

Konnte der Büromarkt 2022 noch mit rund 165.000 Quadratmeter Flächenumsatz wieder an die umsatzstarken Jahren 2018 und 2019 anschließen, folgte 2023 ein deutlicher Einbruch um knapp 50 Prozent auf nur noch rund 85.000 Quadratmeter Umsatz mit Büroflächen. Auch der Markt für Logistik- und Produktionsimmobilien verzeichnet nach rund 420.000 Quadratmetern Flächenumsatz 2022 einen Rückgang um ein Drittel auf knapp unter 280.000 Quadratmeter. Damit steht der Standort Hannover allerdings nicht alleine da – alle großen deutschen Bürostandorte und Logistikregionen haben starke Umsatzrückgänge im vergangenen Jahr zu verzeichnen. Gegenüber dem Vorjahr verzeichnen beispielsweise auch Städte wie Köln und München beim Büroflächenumsatz einen Rückgang von knapp 40 Prozent und bei den Logistikflächen registrierte beispielsweise Hamburg rund 40 Prozent weniger Hallenflächenumsatz.

Die Spitzenmieten entwickeln sich allerdings trotz des Nachfragerückgangs in beiden Märkten positiv. Für Logistik- und Produktionsimmobilien wurde für die sehr guten Objekte im vergangenen Jahr eine Spitzenmiete von 6,20 Euro pro Quadratmeter ermittelt (plus 0,40 Euro gegenüber 2022). Im Bürobereich wurde in Citylagen 2023 eine Spitzenmiete von 21 Euro pro Quadratmeter (plus 2,20 Euro im Vergleich zu 2022) nachgewiesen.

Ulf-Birger Franz, Wirtschaftsdezernent der Region Hannover: "Die deutsche Wirtschaft bewegt sich seit fast vier Jahren in einem permanenten Krisenmodus. Nachdem wir uns nach der Corona-Pandemie den negativen Entwicklungen noch robust entziehen konnten, hat uns die gesamtkonjunkturelle Entwicklung inzwischen eingeholt. Für die Zukunft ist es wichtig, dass wir unsere Stärken als innovativer Dienstleistungs- und Produktionsstandort ausbauen und dadurch neue Akzente für den Immobilienmarkt setzen."

Diese Einschätzung teilt Anja Ritschel, Wirtschafts-und Umweltdezernentin der Landeshauptstadt Hannover: "2022 hat der gewerbliche Immobilienmarkt noch von Aufholeffekten der schwächeren Vorjahre profitieren können, im letzten Jahr folgte nun der erwartete Einbruch. Der Standort Hannover ist aber grundsätzlich robust aufgestellt und wird sich wieder stabilisieren. Ich sehe mit Blick auf die regionale Immobilienwirtschaft große Chancen für Nachfrage- und Wertsteigerungen durch eine konsequente Umsetzung der Nachhaltigkeits- und Klimaziele."

Weitere Informationen zum Immobilienmarkt Hannover online

Aktuelle Trends, Daten und Fakten zum regionalen Immobilienmarkt werden regelmäßig in der Projektgruppe Immobilienmarktbericht unter Federführung der Region Hannover gemeinsam mit der Landeshauptstadt und aktuell weiteren 31 Partnern aus der regionalen Immobilienwirtschaft erarbeitet. Seit vielen Jahren wird die Projektrunde dabei gutachterlich von der bulwiengesa AG beraten.  Die Jahresbilanz 2023 und laufend aktualisierte Informationen zu rund 120 marktprägenden Projekten in den Segmenten Büro, Logistik, Handel, Wohnen und Hotel stehen online zur Verfügung unter www.immobilienmarktbericht-hannover.de. Zur Gewerbeimmobilienmesse Real Estate Arena in Hannover (5.-6. Juni 2024) werden auch die drei anderen großen Teilmärkte Handel, Wohnen und Hotel wieder stärker in den Blick genommen und aktualisiert.

Bürgerbüro der Region Hannover bezieht neue Räume

Moderner, größer, übersichtlicher: Das Bürgerbüro der Region Hannover zieht in neue, frisch renovierte Räume. Wegen des Umzugs und weiteren Umbauarbeiten im Regionshaus kommt es zu Einschränkungen:
  • In der Woche von Montag, 4. September, bis Freitag, 8. September, ist das Bürgerbüro geschlossen.
  • Ab Montag, 11. September, sind die Mitarbeitenden für Einwohnermit gebuchten Terminen in Räumen in der 1. Etage im Regionshaus da. Der Weg ist ausgeschildert.
  • Die Hotline ist ab Montag, 11. September, unter der Telefonnummer 0511/61611000 wieder erreichbar.
  • · Der Komplett-Service startet voraussichtlich am Donnerstag, 21. September, im neuen „Service-Center“.
  • Die fortlaufende Bearbeitung bereits eingereichter Anträge ist auch während der Umzugsphase sichergestellt.

Einwohner, die in der Zwischenzeit eine Serviceleistung benötigen, werden gebeten, diese möglichst online abzuwickeln, beispielsweise die An-, Ab- und Ummeldung von Kfz oder auch die Beantragung von Führerscheinen. Es gibt zudem die Möglichkeit, Kfz-Zulassungen in den Bürgerbüros der Umlandkommunen vorzunehmen.

Im Service-Portal der Region finden Einwohner alle Online-Leistungen im Überblick.

Eingeschränkte Öffnungszeiten in dieser Woche im Bürgerbüro Burgwedel

Wie die Stadt Burgwedel am heutigen Montag, 24. Juli 2023, mitteilt, hat das Bürgerbüro der Stadtverwaltung aus personellen Gründen in dieser Woche eingeschränkte Öffnungszeiten und ist auch telefonisch nur begrenzt erreichbar.

Am heutigen Montag, 24. Juli, bleibt der Schnellschalter von 14 bis 17 Uhr geschlossen. Am morgigen Dienstag, 25. Juli, bleibt der Schnellschalter ganztägig geschlossen. Am Donnerstag, 27. Juli, ist das Bürgerbüro komplett geschlossen. Am Freitag, 28. Juli, bleibt der Schnellschalter ganztägig geschlossen.

Trotz der Schließung des Schnellschalters ist die Abholung von Personaldokumenten (Personalausweis, Reisepass, Kinderreisepass) weiterhin möglich. Auch die Beantragung von Führungszeugnissen ist weiterhin durchführbar.

Ab kommenden Montag, 31. Juli, soll das Bürgerbüro wieder zu den regulären Öffnungszeiten für die Bürger geöffnet sein.

Büromarkt: Verhaltene Flächenumsätze im ersten Halbjahr

Die wirtschaftlichen Herausforderungen sind 2023 unverändert: Inflation, steigende Zinsen, gestiegene Energiekosten, mitunter noch immer brüchige Lieferketten und die Auswirkungen des Krieges in der Ukraine. All dies führt zu einer insgesamt lahmenden Konjunktur in Deutschland. Dieses Umfeld prägt auch die regionale Immobilienwirtschaft und bremst die Akteure sowohl auf der Angebots- als auch Nachfrageseite in ihren Investitionsentscheidungen weiterhin deutlich.

Die Entwicklungen und Trends im ersten Halbjahr 2023 deuten auf ein weiteres durchwachsenes Jahr. Das ist das Ergebnis eines Austauschs der lokalen Immobilienexpertinnen und -experten aus den Unternehmen zu den bislang vorliegenden Zahlen, zu Trends und Einschätzungen. Die Fachleute erarbeiten gemeinsam mit der regionalen Wirtschaftsförderung und dem Beratungsunternehmen bulwiengesa AG den Immobilienmarktbericht Hannover, der Ende September erscheinen wird.

Erste Ergebnisse gibt es bereits zum Büroimmobilienmarkt. Nach einem sehr guten Umsatz von insgesamt 165.000 Quadratmetern im Jahr 2022 liegt zur Jahresmitte 2023 der Büroflächenumsatz erst bei rund 35.000 Quadratmetern. Für die Spitzenmiete erwarten die Marktteilnehmenden bis Jahresende eine Entwicklung auf einen Wert von min. 19 Euro pro Quadratmeter.

Die Experten sind sich einig, dass sich aus den Ergebnissen zur Jahresmitte nur bedingt Prognosen für den weiteren Verlauf des Jahres und die anderen Teilmärkte ableiten lassen.

Der Wohnimmobilienmarkt steht vor allem im Zusammenhang mit Inflation, Zinsanstieg und stark gestiegenen Energiekosten vor verschärften Herausforderungen. Der Hotelimmobilienmarkt hingegen schaut auf eine deutliche Erholung der Übernachtungszahlen im Jahr 2022 zurück, Hotels weiten sukzessive ihre Angebotskapazitäten wieder aus und hoffen auf eine weitergehende Erholung in diesem Jahr. Im Bereich der Handelsimmobilien werden unterdessen Lücken in allen Lagen sichtbarer, obwohl die Menschen in die Stadt zurückgekehrt sind. Und im Bereich der Immobilien für Logistik und Produktion fehlt es an Flächen, um die boomende Nachfrage bedienen zu können. Über allen Teilmärkten schwebt die Debatte zur Nachhaltigkeit der Immobilien, die nicht erst durch die Diskussionen zur Novellierung des Gebäudeenergiegesetzes in Fahrt gekommen ist.

Wirtschaftsdezernent Ulf-Birger Franz weiß, dass die regional aktiven Immobilienunternehmen trotzdem optimistisch auf das zweite Halbjahr blicken: "Wir wissen, was wir in der Region Hannover können und fokussieren uns als Standort gemeinsam mit der regionalen Immobilienwirtschaft seit vielen Jahren sehr erfolgreich auf unsere Stärken. Hannover konnte auch deshalb seine Position als bedeutender Immobilienstandort in Deutschland ausbauen und festigen. In Zeiten der Unsicherheit bewährt sich dabei das partnerschaftliche Miteinander der Akteure."

Anja Ritschel, Wirtschafts- und Umweltdezernentin der Landeshauptstadt Hannover: "Unsere Immobilienwirtschaft bietet in Zusammenarbeit mit dem kommunalen AkteurInnen Lösungen für die großen Herausforderungen in Hannover, zum Beispiel im Bündnis für Wohnen und zur Erreichung der Klimaziele, wie sie auch auf der Real Estate Arena 2023 aufgezeigt wurden. Ausdruck dieser lösungsorientierten, partnerschaftlichen Ausrichtung auf die Zukunft ist auch dieser Immobilienmarktbericht, der in Zusammenarbeit mit den hannoverschen Immobilienunternehmen entsteht."

Immobilienmarktbericht erscheint Ende September

Gemeinsam mit rund 30 Partnerunternehmen aus der Immobilienwirtschaft stellt die Region Hannover jährlich Daten, Trends und Marktstimmungen zu allen Teilmärkten der Region zusammen und bereitet diese gemeinsam mit dem Beratungsunternehmen bulwiengesa AG auf. Aktuell ist geplant, den Immobilienmarktbericht am 28. September 2023 zu veröffentlichen und auf der internationalen Gewerbeimmobilienmesse EXPOREAL in München vom 4. bis 6. Oktober 2023 vorzustellen. Dann sollen mit den bis dahin verfügbaren Marktdaten weitere Einschätzungen zur aktuellen Lage und Prognosen in den Teilmärkten Büro, Logistik, Wohnen, Einzelhandel und Hotel zur Verfügung stehen.

Der Immobilienmarktbericht 2023 steht dann auch zum Download auf www.immobilienmarktbericht-hannover.de bereit.

Bürgerbüro, Führerscheinstelle und Team Zuwanderung nicht erreichbar

Aufgrund einer internen Veranstaltung sind das Bürgerbüro, die Führerscheinstelle sowie das Team Zuwanderung und Migration der Region Hannover am kommenden Freitag, 9. Juni 2023, nicht erreichbar. Termine wurden für diesen Tag nicht vergeben. Spontanbesucher werden gebeten, auf einen anderen Tag auszuweichen.

Die Öffnungszeiten der Anlaufstellen sind unter www.hannover.de unter dem jeweiligen Suchwort zu finden.

Region Hannover eröffnet Transformationsbüro

Am gestrigen Donnerstag, 1. Juni 2023, wurde die neue Stabsstelle "Transformationsbüro" in der Verwaltung der Region Hannover eröffnet. Die Stabsstelle ist direkt am Büro von Regionspräsident Steffen Krach angesiedelt und wird von Ermana Nurkovic geleitet.

Transformation geht über Wandel hinaus und ist eine Gestaltungsaufgabe. Deshalb müssen auch Verwaltungen Dinge anders machen und den Weg dorthin aktiv koordinieren. Für die Zukunft der Region Hannover ist es elementar, die mit der Transformation verbundenen Herausforderungen möglichst gut zu bewältigen. Gleichzeitig bringt die Region Hannover als Stadt-Umland-Gebietskörperschaft mit einer breiten Aufgabenpalette, einer leistungsfähigen Verwaltung und eingespielten stadtregionalen Netzwerken hervorragende Voraussetzungen dafür mit, aus der Transformation stärker hervorzugehen. Dies erfordert ein noch stärker fokussiertes und gebündeltes Vorgehen innerhalb wie außerhalb der Regionsverwaltung – und an dieser Stelle setzt die Stabsstelle "Transformationsbüro" an.

"Gerade mit dem 365-Euro-Job- sowie -Sozialticket und der Stärkung der Windkraft haben wir bereits wichtige Grundlagen geschaffen, um den gesamtgesellschaftlichen Transformationsprozess vor Ort zu gestalten. Ich freue mich, dass wir mit der neuen Stabsstelle ein noch intensiveres Augenmerk darauf legen werden, welchen roten Faden wir bei der Beantwortung der großen Gegenwarts- und Zukunftsaufgaben durch die Region ziehen können", sagt Regionspräsident Steffen Krach.

Ermana Nurkovic, gebürtige Springerin, die bereits mehrere Positionen als Führungskraft bekleidete und zuletzt das Büro des stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden Matthias Miersch im Bundestag leitete, fügt hinzu: "Kaum jemand kann sich unter dem Begriff ‚Transformation‘ direkt etwas vorstellen. Unsere Aufgabe sehe ich darin, seitens der Verwaltung mit allen Beteiligten den Rahmen zu setzen, für die Veränderungen, die es braucht, um die Region Hannover zukunftsfest aufzustellen und den Begriff somit kommunal mit Leben zu füllen. Ganz wichtig ist mir dabei, die Sozialverträglichkeit im Blick zu behalten. Nur wenn wir die 1,2 Millionen Menschen in der Region bei diesem Prozess mitnehmen können, werden wir am Ende Erfolg haben."

Transformation lässt sich auf kommunaler Ebene besonders konkret gestalten, da ein Großteil der Veränderungen für die Einwohner der Region Hannover spürbar ist. Beispielsweise in den Bereichen Gesundheit, ÖPNV, Klimaneutralität und Wirtschaft ist der Transformationsprozess in den fachlich zuständigen Dezernaten der Regionsverwaltung bereits weit fortgeschritten. Diese Bereiche sollen auch in Zukunft klar im Fokus stehen.

In Kürze wird der Regionspräsident gemeinsam mit der Stabsstelle erste Formate zur Ausarbeitung der weiteren Transformation in der Region Hannover vorstellen.

Einbruch in Bürogebäude

Unbekannte Täter verschafften sich am gestrigen Montag, 27. Mörz 2023, zwischen 3:30 und 5:30 Uhr gewaltsam Zutritt in ein Bürogebäude in der Pestalozzistraße in Großburgwedel. Nach bisherigen Erkenntnissen wurden keine Räume durchsucht. Diebesgut konnte bislang nicht festgestellt werden.

Die Höhe des entstandenen Schadens kann von der Polizei bislang noch nicht benannt werden.

Zeugen, die Beobachtungen im Zusammenhang mit dem genannten Sachverhalt gemacht haben oder Hinweise zu den bislang unbekannten Tätern geben können, werden gebeten, sich mit dem Polizeikommissariat Großburgwedel unter der Rufnummer 05139/991-0 oder jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen. Hinweise werden auch online unter www.onlinewache.polizei.niedersachsen.de unter dem Menüpunkt "Hinweis geben" entgegen genommen.

Gewerbeimmobilienmarkt: Büro und Logistik mit starkem Jahresabschluss

Region, Stadt und Immobilienwirtschaft ziehen Bilanz für 2022 in den beiden wichtigsten regionalen Gewerbeimmobilien-Teilmärkten Büro und Logistik
Im dritten von der Corona-Pandemie geprägten Jahr hat der regionale Immobilienmarkt ein Comeback in den beiden Teilmärkten Büro und Logistik hinlegen können. Das ist das Ergebnis der Bilanz, die Region und Landeshauptstadt Hannover für das abgelaufene Jahr 2022 gemeinsam mit den wichtigsten und marktprägenden Akteuren der regionalen Immobilienwirtschaft gezogen haben. Zunächst zurückhaltender als erwartet ins Jahr 2022 gestartet, konnten die Teilmärkte Büro und Logistik im zweiten Halbjahr 2022 sehr gute Umsätze erzielen. Dennoch ist die Freude und Erleichterung eingetrübt – denn die wirtschaftlichen und makropolitischen Herausforderungen sind im bevorstehenden Jahr 2023 weiterhin groß: Inflation, steigende Zinsen, enorm gestiegene Energiekosten, brüchige Lieferketten und die Auswirkungen des Krieges in der Ukraine.

Das gemeinsame Fazit lautet daher: Das von Krisen geprägte Umfeld hat die Akteure sowohl auf der Angebots- als auch Nachfrageseite in ihren Investitionsentscheidungen im Jahr 2022 vor allem im ersten Halbjahr deutlich eingebremst. Die Umsätze zogen dann aber im zweiten Halbjahr dynamischer als erwartet an, vermutlich getrieben von Nachholeffekten aus den schwachen Vorjahren und der Erwartung noch höherer Preise in den kommenden Monaten. Vor allem der Büromarkt erlebte dadurch ein Comeback und knüpft mit rund 165.000 Quadratmeter Flächenumsatz wieder an die umsatzstarken Jahren 2018 und 2019 an. Der Markt für Logistik- und Produktionsimmobilien fährt 2022 mit gut 420.000 Quadratmetern Flächenumsatz einen weiteren Rekord ein.

Ulf-Birger Franz, Wirtschaftsdezernent der Region Hannover, kommentiert: „Der Wirtschaftsraum Hannover ist solide aufgestellt und reagiert in einer Krisensituation wieder einmal robust. Hannover gilt als sicherer Hafen in diesen Zeiten. Für die Zukunft ist es wichtig, dass wir unsere Stärken als Dienstleistungs- und Produktionsstandort weiter ausbauen und attraktive Gewerbeflächen entwickeln.“ Diese Einschätzung teilt Anja Ritschel, Wirtschafts-und Umweltdezernentin der Landeshauptstadt Hannover: „Die Auswirkungen der Pandemie treten zunehmend in den Hintergrund, im Jahr 2022 profitiert der gewerbliche Immobilienmarkt auch von Aufholeffekten der schwächeren Vorjahre. Ganz offensichtlich glauben Unternehmen und Investor*innen an den Standort Hannover. Trotz aller Herausforderungen, gerade im Energiebereich, können wir mit einer positiven Grundhaltung in das vor uns liegende Jahr 2023 gehen.“

Büro

Der Büroflächenumsatz lag Ende 2022 bei rund 165.000 Quadratmetern – ein Plus von etwa 22 Prozent (30.000 Quadratmeter). Die Flächenumsätze liegen damit wieder genau im fünfjährigen Mittel (2018 bis 2022). Die Leerstandsquote hält sich zum Jahresende bei 3,9 Prozent und bleibt damit im Vergleich zum Jahr 2021 annähernd stabil (minus 0,1 Prozentpunkte). Gefragt sind vor allem hochwertige Objekte in sehr guten Lagen, Ende 2022 liegen die Spitzenmieten mit 18,80 Euro pro Quadratmeter in der City wieder deutlich über dem Corona-Niveau – ein Plus von 80 Cent pro Quadratmeter im Vergleich zum Jahr 2021. Stark zieht die Spitzenmiete auch am Cityrand und den Ausfallstraßen an, auf 16,50 Euro pro Quadratmeter (plus 50 Cent). 

Ausgewählte Büro-Deals 2022

Nutzer

Lage

Größe

Landeshauptstadt Hannover

Osterstraße

11.000 qm

Überregionales Energieunternehmen

Podbielskistraße

10.650 qm

Eon

Fischerhof

10.000 qm

Logistik und Industrie

Der Nachfragedruck an logistischen und industriellen Flächen in der Region Hannover hält 2022 an. Die Krisen zeigen einmal mehr deutlich auf, dass Lieferketten im Handel und in der Industrie sicherer und krisenfester zu gestalten sind. Die sichtbaren Effekte wie der erhöhte Lagerflächenbedarf, die Zunahme und erhöhte Etablierung von E-Commerce und die starke Belastung der logistischen Infrastrukturen im Bereich der Kurier-, Express- und Paketdienste halten gegenwärtig unverändert an. 

Bei Logistik- und Industrieimmobilien wurden 2022 hohe Umsätze von rund 420.000 Quadratmetern Hallenfläche registriert, die Flächenumsätze steigen nochmal deutlich an (plus 25.000 qm) – neuer Umsatzrekord. Die Spitzenmieten stiegen mit 5,50 Euro pro Quadratmeter nur leicht an (plus 20 Cent).

Ausgewählte Deals Logistik und Industrie 2022

Nutzer

Lage

Größe

Rossmann

Burgwedel

42.000 qm

EF Logistik

Lehrte

17.000 qm

Dachser

Langenhagen

12.000 qm

Die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf den Immobilienmarkt in Deutschland haben gezeigt, dass es unter den gewerblichen Objektarten vorwiegend Logistik- und Unternehmensimmobilien sind, die auf eine stabile und hohe Nachfrage treffen – trotz einer anhaltenden Schwächung des Außenhandels. Die Marktakteure blicken nicht nur deshalb optimistisch auf das Jahr 2023. Der Leerstand ist so gering wie seit Jahren nicht mehr. Die Vermietungschancen werden ausnahmslos als gut bis sehr gut eingeschätzt.

Weitere Informationen zum Immobilienmarkt Hannover online

Aktuelle Trends, Daten und Fakten zum regionalen Immobilienmarkt werden regelmäßig in der „Projektgruppe Immobilienmarktbericht“ unter Federführung der Region Hannover gemeinsam mit der Landeshauptstadt und aktuell weiteren 27 Partnern aus der regionalen Immobilienwirtschaft erarbeitet. Seit vielen Jahren wird die Projektrunde dabei gutachterlich von der bulwiengesa AG beraten.

Die Jahresbilanz 2022 und laufend aktualisierte Informationen zu rund 120 marktprägenden Projekten in den Segmenten Büro, Logistik, Handel, Wohnen und Hotel stehen online zur Verfügung unter www.immobilienmarktbericht-hannover.de. Zur Gewerbeimmobilienmesse Real Estate Arena in Hannover (24.-25.5.2023) werden die drei anderen großen Teilmärkte Handel, Wohnen und Hotel wieder stärker in den Blick genommen und aktualisiert.

ÜSTRA und regiobus bieten Fundbüro aus einer Hand – auch digital

Ab sofort wird es für Fahrgäste der ÜSTRA und regiobus einfacher, verloren gegangene Gegenstände wiederzubekommen. Beide Unternehmen haben sich in der Bewältigung der Fundsachennachfrage nicht nur digitaler, sondern auch zentraler aufgestellt.

Mit Hilfe einer neuen Fundsachensoftware erhalten Fahrgäste die Möglichkeit, Verlustmeldungen online aufzugeben: über die Internetseiten uestra.de und regiobus.de können sie in Bus oder Bahn verloren gegangene Dinge auf digitalem Weg erfassen. Sobald ein Objekt mit der zutreffenden Beschreibung im Fundbüro abgegeben wird, bekommt der Fahrgast eine Benachrichtigung und kann seine Fundsache gegen eine einheitliche Gebühr von 2,50 Euro pro Verlustmeldung vor Ort abholen. Auch der Versand ist gegen einen Aufpreis möglich.

"Bei der ÜSTRA und regiobus gestalten wir derzeit mit einer gemeinsamen Digitalisierungsstrategie unsere Prozesse effizienter und effektiver. Beim Thema Fundsachen gewährleisten wir durch eine neue digitale Lösung ab sofort eine schnellere und kundenfreundlichere Bearbeitung der Verlustmeldungen", freut sich ÜSTRA-Vorständin und regiobus-Geschäftsführerin Elke van Zadel.

Besonders für Fahrgäste der regiobus wird es komfortabler. Denn mit dem heutigen Tag gibt es nur noch eine Anlaufstelle für das gesamte Bediengebiet der regiobus. Das bislang ausschließlich von der ÜSTRA genutzte Fundbüro in den Räumlichkeiten des First Reisebüros in der Nordmannpassage steht nun auch Fundsachenempfängern aus regiobus Verkehrsmitteln zur Verfügung.

Statt, wie zuvor, auf den jeweils für bestimmte Linien zuständigen Betriebshöfen von regiobus, können nun alle Gegenstände zentral in der Innenstadt Hannovers abgeholt werden. Die Fundbüros auf den regiobus Betrieben entfallen damit.

"Mit der Zusammenlegung der bislang fünf Fundbüros der regiobus in das bisherigen ÜSTRA-Fundbüro in der City von Hannover bieten wir Fahrgästen eine gemeinsame Sammelstelle für Fundsachen aus Bus und Bahn mit attraktiver Erreichbarkeit an. Durch die Kombination von digitaler Erfassung und einem zentralen Fundbüro, verkürzen wir bei unseren Kundinnen und Kunden, aber auch Mitarbeitenden, den Wiederbeschaffungsprozess deutlich", ergänzt Denise Hain, ÜSTRA-Vorständin und Geschäftsführerin der regiobus.

Zentrale Lage und einheitliche Servicezeiten

Ab dem heutigen Mittwoch, 1. Februar 2023, gelten folgende Öffnungszeiten des gemeinsamen Fundbüros von ÜSTRA und regiobus im First Reisebüro von ÜSTRA Reisen in der Nordmannpassage 6 in Hannover:
  • Montag bis Freitag: 10:00 bis 18:30
  • Sonnabend 10:00 bis 14:00 Uhr.

Fahrgäste erreichen das Fundbüro über die Haltestelle Steintor. Viele Fundstücke, bei denen keine Verlustmeldung erfolgt, werden nach einer längeren Aufbewahrungszeit aus Platzgründen versteigert. Die Termine werden rechtzeitig unter uestra.de beziehungsweise regiobus.de bekannt gegeben.

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