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Auf allen Ebenen: Neuer Zugang macht Regionshaus barrierefrei

Ebenerdig erreichbar und barrierefrei auf allen Etagen: Wo zuvor die Treppe war, ist das Regionshaus an der Hildesheimer Straße 20 jetzt stufenlos zu erreichen.

Ein neuer Eingangsbereich und ein 24 Meter hoher Seilaufzug verbinden das Foyer im Erdgeschoss mit den sechs Etagen des Verwaltungsgebäudes und machen das Haus der Region ohne Hindernisse zugänglich. Nach 17 Monaten Bauzeit ist die 1,8 Millionen Euro teure Konstruktion jetzt fertig gestellt. Regionspräsident Hauke Jagau unternahm heute eine erste Fahrt mit dem Aufzug.

"Barrierefreiheit war bei dieser Baumaßnahme das entscheidende Kriterium“, so Jagau. "Endlich können Besucherinnen und Besucher schnell und unkompliziert ins Bürgerbüro und in unsere Sitzungsräume in der sechsten Etage kommen.“ Eingang und Aufzug bilden den ersten Bauabschnitt, bis September wird im zweiten Bauabschnitt auch die Rampe vor dem Gebäude erneuert. Dann ist das Erdgeschoss auf zwei Wegen barrierefrei zu erreichen.

30 Stellplätze für Fahrräder sind links vorm Eingang zu finden, ein Leitstreifen führt als Bodenindikator auf den Haupteingang zu. Das in türkisgrün gehaltene Portal trägt die Wortmarke der Region in Leuchtbuchstaben: Region Hannover, so steht es in der Schriftart "FF Dax" an der neuen Winkelfalz-Fassade aus reinem Kupfer, die den Eingang zum Haus der Region an der Hildesheimer Straße 20 umfasst. Die typische Gestaltung, das so genannte Corporate Identity Design, findet sich aber nicht nur im Schriftzug, sondern auch im Farbton der Kabinenglaswände und der Displaygestaltung im Aufzug wieder.

Mit einer Tragkraft von 1.000 Kilogramm und einer Geschwindigkeit von 1,6 Metern pro Sekunde ist der neue Aufzug der größte und schnellste im Regionshaus. "Wer zuvor in einen der vier Sitzungsräume in der sechsten Etage wollte, muss entweder viele Treppenstufen überwinden oder lange auf den alten Fahrstuhl warten – das geht jetzt um einiges schneller", so Jagau.

Besonders hell wirkt der Aufzug dadurch, dass die Schacht- und Kabinentüren aus Glas sind. Acht programmierbare LED-Lichtstreifen beleuchten den Schacht über die gesamte Höhe. Für angenehme Temperaturen sorgt eine Klimaanlage. Besonderer Clou: Der Aufzug kann selbst Energie produzieren – immer dann, wenn er mit gering beladender Kabine abwärtsfährt, wird Strom ins Netz zurückgespeist.

Mehr Barrierefreiheit auch im regionalen Busverkehr

Der barrierefreie Ausbau des öffentlichen Personennahverkehrs in der Region Hannover geht weiter: Für dieses Jahr ist der Umbau von insgesamt 32 Bushaltestellen in Burgdorf, Garbsen, Isernhagen, Laatzen, Langenhagen, Neustadt, Pattensen, Ronnenberg, Sehnde und Wunstorf geplant.

Dafür investiert die Region Hannover rund 2,6 Millionen Euro; das Land Niedersachsen beteiligt sich an den Baukosten mit voraussichtlich 1,4 Millionen Euro. Eine entsprechende Beschlussempfehlung hat der Verkehrsausschuss in seiner Sitzung am heutigen Dienstag, 4. Mai 2021, ausgesprochen.

Seit 20 Jahren investiert die Region Hannover kontinuierlich in die barrierefreie Gestaltung des Öffentlichen Personennahverkehrs in und um Hannover. In enger Abstimmung mit den Kommunen und Verkehrsunternehmen konnten so auch jährlich 16 Umbauten von Bushaltestellen realisiert werden. Zwischenziel ist es, dass in jedem Ortsteil einer Kommune mindestens eine Haltestelle zur Verfügung steht, die es Menschen mit Handicaps ermöglicht, den öffentlichen Nahverkehr uneingeschränkt zu nutzen. Mit dem Ausbau der SprintH-Linien, die seit 2019 für schnelle und direkte Verbindungen aus dem hannoverschen Umland in die Innenstadt sorgen, hat die Region Hannover zusätzliche Fördermittel für den barrierefreien Ausbau von 16 Haltepunkten beantragt. Die Zusage der Landesnahverkehrsgesellschaft (LNVG) auf Übernahme der Kosten für die insgesamt 32 Haltstellen liegt bereits vor.

Ein wesentlicher Bestandteil bei der barrierefreien Neugestaltung von Haltestellen ist die Anhebung der Bordsteine auf eine Höhe von 16 Zentimetern. So wird Menschen mit Handicaps oder auch Eltern mit Kinderwagen der Ein- und Ausstieg bei Fahrzeugen der ÜSTRA und der regiobus erleichtert. Um den Nahverkehr im Busbereich wirklich stufenlos zugänglich zu machen, kommen Niederflurbusse zum Einsatz. Mit der "Kneeling"-Technik kann das Fahrzeug hydraulisch in Richtung Bordstein abgesenkt werden. Die Haltestellen werden auch um neue, vergrößerte Warteflächen mit Infovitrinen und Wartehallen zum Schutz vor äußeren Witterungsbedingungen ergänzt. Erstastbare Bodenelemente sollen Menschen, die in ihrer Sehkraft eingeschränkt sind, als Orientierungshilfe dienen. Der Einbau von Fahrradbügel soll die individuelle Anreise zum Haltepunkt des öffentlichen Nahverkehrs unterstützen.

Die Gesamtkosten der für 2021 geplanten Haltestellenumbauten belaufen sich auf rund 2 Millionen Euro. Zur Abdeckung unvorhersehbarer Kosten – etwa Anpassungen an das bauliche Umfeld in den jeweiligen Kommunen – wird die Ausgabe auf 2,6 Millionen Euro aufgerundet.

Barrierefreiheit bei Zoom

Streaming-Technologien haben in diesem Jahr eine ganz neue Bedeutung erhalten. Noch nie wurde so viel gestreamt wie 2020, denn in diesem Jahr sind viele Unternehmen besonders kreativ geworden, im Bezug darauf wie sie ihre Inhalte über das Internet anbieten können. Wer Anfang des Jahres in Zoom-Aktien investiert hat, wurde zum großen Gewinner der Börse, und fast jeder kennt das Programm mittlerweile. Aber wie gut ist Zoom auch für jene Menschen geeignet, die ihr Gegenüber nicht problemlos hören können. Wir sehen uns die Barrierefreiheit des Programms für Menschen mit Schwerhörigkeit oder Taubheit einmal genauer an!

Streaming in allen Bereichen

Der Einsatz von Streaming-Technologien ist in den letzten Jahren tendenziell angestiegen, ohne dass sich viele darüber bewusst waren. Besonders in Apps oder sozialen Medien streamen wir mittlerweile regelmäßig, z. B. wenn wir einen Freund über WhatsApp mit der Videofunktion anrufen oder bei Instagram eine Live-Aufnahme übertragen. Diese alltäglichen Tätigkeiten werden von vielen nicht unbedingt als klassische Streaming-Anwendung gesehen. Der Einsatz von Zoom hingegen ist extrem angestiegen, denn wir nutzen das Programm mittlerweile für Videokonferenzen im Büro, Gruppentelefonate mit Freunden aus aller Welt, unseren täglichen Sport und vieles mehr. Dass man per Stream sogar schon Fitness betreiben kann, ist ein Trend aus 2020. Bereits zu Beginn des Jahres begannen immer mehr Yoga- oder Pilates-Studios, ihre Kurse auch aus der Ferne anzubieten. Andere Sportarten folgten dem Vorbild. Mittlerweile findet man im Netz eine unglaubliche Vielzahl von gestreamten Kursen. Dafür meldet man sich einfach online bei einem Kurs an und erhält kurz vor Beginn den Link für eine Zoom-Konferenz zugesandt. Nun können sich alle Teilnehmer einloggen und den Instructor direkt vor sich sehen. Hat man ausreichend Platz im eigenen Wohnzimmer, bietet diese Form von Online-Fitness die Möglichkeit, im direkten Austausch mit einem Coach zu sein, ohne z. B. lange Anfahrtswege in Kauf zu nehmen. Sogar in der Gaming-Welt hat der Stream viele Anwendungen gefunden. Der klassische Einsatz ist natürlich für Let’s-Play-Videos, bei denen Streamer ihren Bildschirm beim Spielen abfilmen und diesen live an ihr Publikum bei YouTube oder Twitch übertragen. Allerdings werden Streams mittlerweile auch im Spiel eingesetzt, z. B. bei Live Casinos. Hier werden die Spieler per Liveübertragung mit einem Croupier verbunden, der an einem regulären Spieltisch sitzt. Dieser kann dort die Einsätze des Spielers annehmen und ganz wie in der landbasierten Spielbank die Karten mischen, austeilen und aufdecken. Die Spielerfahrung fühlt sich dabei besonders immersiv an, dazu entwickelt das Spiel auch eine soziale Komponente.

Barrierefreiheit für Schwerhörige

Damit auch taube Menschen und Hörgeschädigte die Vorteile des Streamings nutzen können, hat das Programm einige Funktionen für die Barrierefreiheit eingeführt. So gibt es z. B. mehrere Methoden, mit denen Untertitel selbst bei Liveübertragungen generiert werden können. Die Untertitel können von einer Person im Chat eingetippt werden, um zu garantieren, dass der Sprechende wirklich richtig verstanden wird. Dies erfordert allerdings mehr Zeit, wodurch Gespräche ins Stocken kommen können. Eine andere Möglichkeit besteht darin, eine CART-Anwendung zu nutzen, die in Zoom direkt verknüpft werden kann. CART steht für Communication Access Real-Time Translation und ist ein Service bei dem geschulte Stenografen die Texte in Echtzeit abtippen und den Usern damit schnelle Untertitel zur Verfügung stellen. Die Nutzung eines solchen Services ist allerdings nicht günstig und fängt bei etwa 60 € die Stunde an. Deshalb greifen immer mehr Menschen auf automatisierte Systeme zurück, die den gesprochenen Text mit einer Software in Untertitel umwandeln. Die Fehlerquelle ist hier natürlich höher, besonders wenn nicht klar gesprochen wird. CART-Anbieter die von Zoom unterstützt werden, sind z. B. VITAC, StreamText oder 1CapApp. Natürlich kann auch ein Gebärdensprachen-Dolmetscher an einer Zoom-Unterhaltung teilnehmen, um Hörgeschädigten die Nutzung zu erleichtern. Dafür kann die Funktion „Anheften“ verwendet werden, wodurch der Dolmetscher immer als Miniatur an einer Stelle angezeigt wird und das Bild nicht zwischen den Sprechenden hin- und herschaltet. Wer hingegen durch Lippenlesen ein gutes Verständnis erlangen kann, hat bei Zoom den Vorteil, dass der Sprechende immer groß am Bildschirm angezeigt wird. So wird es einfacher, die Lippenbewegungen mitzuverfolgen.

Die Nutzung von Zoom ist für Taube und Hörgeschädigte möglich, kann aber teuer werden. Eine CART-Anwendung oder ein Gebärdensprachen-Dolmetscher kostet stündlich, wodurch dies vor allem bei wichtigen Meetings Sinn ergibt, die von dem Arbeitgeber übernommen werden. Natürlich können die Anwendungen aber auch privat eingesetzt werden. Automatisierte Textausgaben werden auch immer besser, dabei muss man die Sprecher allerdings bitte, langsam und sehr deutlich zu reden. Die automatischen Untertitel sind dabei meist mit kleinen Fehlern versehen.

Telefonberatung zu Pflege und barrierefreiem Wohnen

Wie beantrage ich einen Pflegegrad? Und wann gibt es Unterstützung zur Finanzierung der Pflege? Auch in der Corona-Krise gibt es bei Pflegebedürftigen und ihren Angehörigen viele offene Fragen. Die drei Senioren- und Pflegestützpunkte der Region Hannover, wie der Senioren- und Pflegestützpunkt Burgdorfer Land, Telefon 0511/700 201-16, SPN.BurgdorferLand@region-hannover.de, bieten montags bis freitags von 8.15 bis 12 Uhr, montags von 13 bis 16 Uhr sowie donnerstags von 15 bis 17 Uhr telefonische Beratungen an.

Auch der Wohnberater der Region Hannover, Theo Piltz, ist telefonisch erreichbar. Der Experte beantwortet Seniorinnen und Senioren, pflegenden Angehörigen und Menschen mit körperlichen Einschränkungen alle Fragen zum Thema sicheres und selbstständiges Wohnen zu Hause und gibt Tipps zur Planung, Umsetzung und Finanzierung von Umbaumaßnahmen. 

Region erhöht Anreiz für Ausbau barrierefreier Bushaltestellen

Vorzeitiges Weihnachtsgeschenk für die Städte und Gemeinden in der Region: Die Region Hannover erhöht die Fördermittel für den kommunalen Ausbau barrierefreier Bushaltestellen. Das "Anreizprogramm" soll, wie der Name schon sagt, die Motivation der Städte und Gemeinden fördern, den barrierefreien Ausbau des ÖPNV voranzutreiben. Bisher wurden jährlich maximal 35.000 Euro pro Kommune für eine 50-prozentige Mitfinanzierung der nicht durch Landesfördermittel gedeckten Kosten bewilligt – diese Summe wird nun von der Region Hannover auf 50.000 Euro (für die Landeshauptstadt Hannover auf 100.000 Euro) erhöht. "Wir erhoffen uns dadurch eine Beschleunigung der barrierefreien Zugänglichkeit des Verkehrssystems", sagt Elke van Zadel, Leiterin des Fachbereichs Verkehr der Region Hannover. "In den vergangenen Jahren hat das ‚Anreizprogramm‘ zu einer kontinuierlichen Steigerung der Bautätigkeit der Kommunen auf durchschnittlich 70 Maßnahmen pro Jahr geführt", so van Zadel weiter (siehe dazu angehängte Grafik).

Im Dezember bekommen die Städte und Gemeinden von der Region Hannover die entsprechenden Zuwendungsbescheide zugesandt, damit die Kommunen ihre Anträge bis Mai 2019 einreichen können. Gebaut wird dann im Jahr 2020. "Wir geben den Städten und Gemeinden damit Planungssicherheit", erklärt van Zadel. Voraussetzung für eine Förderung der Region ist eine Förderung der Maßnahme mit Landesmitteln. Das Land Niedersachsen hat ihr ursprünglich bis 2014 laufendes Förderprogramm mit einer 75-prozentigen Maßnahmenförderung auf unbestimmte Zeit verlängert. Damit beträgt der Eigenanteil einer Kommune bei einem barrierefreien Ausbau einer Bushaltestelle 12,5 Prozent. Bis zu acht Bushaltestellen können Kommunen pro Jahr im vereinfachten Antragsverfahren (Sammelantrag) beim Land Niedersachsen für eine Förderung einreichen. Die jährliche Gesamtbereitstellungssumme erhöht sich bei der Region Hannover damit auf 1.050.000 Euro. In den Jahren 2011 bis 2014 wurden pro Jahr 200.000 Euro, von 2015 bis 2019 pro Jahr 740.000 Euro an die Kommunen ausgeschüttet.

Einbruchschutz und Barrierefreiheit: Bund erhöht Fördermittel

Wer sein Haus barrierefrei umbauen möchte oder gegen Einbrüche absichern will, kann jetzt mehr Fördermittel vom Bund und der KfW-Bank erhalten. Das Bundesinnenministerium hat den Fördertopf für Einbruchschutz auf 65 Millionen. Euro aufgestockt. Für Maßnahmen zur Reduzierung von Barrieren stehen ab sofort insgesamt 75 Millionen Euro zur Verfügung. Damit jeder Hausbesitzer die für sich passenden Maßnahmen umsetzt, unterstützt die Klimaschutzagentur Region Hannover mit ihrem integrierten Beratungsangebot "Wohnen mit Plus".

Unter dem Motto "effizient, komfortabel, sicher" beraten speziell geschulte Experten kostenlos und unabhängig bei einem Termin vor Ort. Die Fachleute zeigen Wohneigentümern, wie sie energieeffizient modernisieren können und geben gleichzeitig Hinweise zur Barrierefreiheit und Sicherheit, zum Beispiel Tipps zum Schutz vor Einbruch, Brand und Unfällen. Zudem informieren die Berater über Zuschüsse und helfen bei der Antragstellung. So können Eigentümer vorausschauend planen und Umbauten sinnvoll kombinieren, denn für viele Modernisierungsmaßnahmen, beispielweise neue Eingangstüren und Fenster oder moderne Außenbeleuchtung, sind mehrere KfW-Förderungen möglich. Bei dem Beratungsangebot "Wohnen mit Plus" als Teil des bundesweiten Modellprojektes "Unser Haus" arbeitet die Klimaschutzagentur eng mit der Wohnberatung von Stadt und Region Hannover sowie der Polizeidirektion Hannover zusammen. Bei Bedarf vermitteln die "Wohnen mit Plus"-Experten weitere Ansprechpartner.

Hauseigentümer in der Region Hannover können sich zur kostenlosen Beratung unter Telefon 0511/220022-88 oder im Internet auf www.wohnen-mit-plus.de anmelden.

Marco Brunotte: „CDU und FDP blockieren im Landtag barrierefreies Bauen und Umsetzung der Inklusion“

Im letzten Plenarabschnitt des Niedersächsischen Landtags dieser Legislaturperiode haben die Mitglieder der Fraktionen von CDU und FDP namentlich gegen eine Änderung der Niedersächsischen Bauordnung gestimmt, die dafür gesorgt hätte, dass in Zukunft alle Büro-, Verwaltungs- und Gerichtsgebäude barrierefrei gebaut worden wären. Darüber hinaus hätte auf Antrag der Fraktionen von SPD und Grünen jede zweite Wohnung in Niedersachsen barrierefrei gebaut werden müssen, so wie es auch die Musterbauordnung des Bundes vorsieht – beides lehnten CDU und FDP ab.

"Entscheidend ist bei der Bewertung der Ereignisse allerdings die Vorgeschichte", erklärt Marco Brunotte, Landtagsabgeordneter der SPD für Langenhagen, Isernhagen und Burgwedel. "Im Sozialausschuss des Landtags hatte es eine klare Verabredung gegeben: Wir wollten gemeinsam mit den Fraktionen von CDU und FDP im Sinne der Menschen in Niedersachsen drei Aspekte der Bauordnung reformieren. Erstens sollte die Umsetzung der sogenannten EU-Seveso-III-Richtlinie erfolgen, um ein Vertragsverletzungsverfahren gegen Niedersachsen zu verhindern. Zweitens sollte auf Betreiben der SPD-Fraktion die Pflicht zum barrierefreien Bauen in der Bauordnung festgeschrieben werden und drittens war die Ermöglichung von mobilen Hühnerställen auf ausdrücklichen Wunsch der CDU-Fraktion vorgesehen", so Marco Brunotte.

"Es ist bezeichnend, dass die CDU diese Verabredungen aus dem Ausschuss beim ersten Anzeichen von Widerstand aus der Wohnungswirtschaft nicht mehr für bindend hält und bei diesem ausgesprochen wichtigen Thema umfällt. Schwarz-Gelb hat die Barrierefreiheit zwischen 2003 und 2013 in zehn Jahren Regierungszeit nicht umgesetzt und nun sogar die Zustimmung zu einem absoluten Minimalkonsens verweigert. Damit hat die Opposition auf diesem Feld endgültig jegliche Glaubwürdigkeit verloren."

Marco Brunotte: "Am 15. Oktober haben die Menschen in Niedersachsen die Wahl, ob sie auch in Zukunft eine Landesregierung wollen, die sich für die Rechte von Menschen mit Behinderungen, von älteren Menschen und Familien einsetzt. Die SPD wird im Falle eines Wahlsieges dafür sorgen, dass die mit den Stimmen von CDU und FDP abgelehnten Änderungen an der Niedersächsischen Bauordnung so schnell wie möglich umgesetzt werden."

Region Hannover baut berufsbildende Schulen barrierefrei aus

Aufzüge, treppenfreie Zugänge und rollstuhlgerechte Toiletten: die Region Hannover plant den barrierefreien Ausbau an drei berufsbildenden Schulen der Region. Knapp vier Millionen Euro sollen in die Bau- und Sanierungsmaßnahmen an der Berufsbildenden Schule 2 (600.000 Euro), der Hannah-Arendt-Schule (685.000 Euro) und der Alice Salomon Schule (2,6 Millionen Euro), Zweigstelle Herrenhäuser Straße, fließen. Der Vorschlag der Verwaltung wird am Donnerstag, 16. Februar 2017, den Mitgliedern des Ausschusses für Schulen, Kultur und Sport zur Beratung vorgelegt.

An der BBS 2 und der Hannah-Arendt-Schule ist der Einbau von jeweils zwei Aufzügen im Innenbereich der Gebäude bis Ende 2018 geplant. An der Zweigstelle der Alice Salomon Schule soll ein Fahrstuhl an der Außenfassade eingebaut werden. Die Aufzüge ermöglichen dann einen barrierefreien Zugang zu den Unterrichtsräumen. Im Frühjahr 2018 wird außerdem der Sanitärbereich der Alice Salomon Schule saniert und erweitert, um dem gestiegenen Anteil der Schülerinnen gerecht zu werden. Diese Maßnahmen werden Ende 2018 abgeschlossen.

Nach der Empfehlung der SKS-Ausschussmitglieder wird die Regionsversammlung am 7. März 2017 über die Maßnahmen entscheiden. 

SPD-Regionsfraktion begrüßt die Ausweitung des ÜSTRA-Begleitservice

Im Verkehrsausschuss der Region Hannover wurde am 17. Januar 2023 die Ausweitung des ÜSTRA-Begleitservice auf die regiobus-Linien in Langenhagen angekündigt. Ab dem 6. April 2023 wird diese Ausweitung zunächst zwei Jahre lang getestet. "Wir begrüßen die Ausweitung sehr und hoffen, dass die zweijährige Testphase erfolgreich verlaufen wird", so der verkehrspolitische Sprecher der SPD-Regionsfraktion, Frank Straßburger. "Für mobilitätseingeschränkte Menschen in Langenhagen bedeutet die Ausweitung des ÜSTRA-Begleitservice einen großen Schritt in Richtung mehr Teilhabe und Lebensqualität. Ich freue mich über diese positive Entwicklung im ÖPNV meines Wahlkreises", betont die örtliche SPD-Regionsabgeordnete Anja Sander.

Der Begleitservice der ÜSTRA steht mobilitätseingeschränkten Menschen von Montag bis Freitag von 7 bis 19 Uhr zur Verfügung. Er unterstützt sie etwa auf dem Weg zur Arbeit, zu Arztterminen oder zu Freizeitaktivitäten. Der Begleitservice ist kostenfrei, lediglich ein gültiger Fahrausweis wird benötigt. Der gewünschte Begleittermin muss drei bis vier Werktage im Voraus telefonisch unter 0511/1668-2693 oder per Mail an fahrgastbegleitservice@uestra.de angemeldet werden. Anmeldungen werden von Montag bis Donnerstag in der Zeit von 07:00 bis 16:30 Uhr und am Freitag von 07:00 bis 15:00 Uhr entgegengenommen.

Weitere Informationen zum ÜSTRA-Begleitservice sind unter www.uestra.de/barrierefrei/serviceangebote/ zu finden.

Region und ihre Unternehmen bilden wichtigen Wirtschaftsfaktor

Mehr als 2,5 Milliarden Euro: So viel haben die Region Hannover und ihre Beteiligungsunternehmen in den vergangenen zehn Jahren in der Region Hannover investiert. Das geht aus einer Drucksache der Verwaltung hervor, die jetzt veröffentlicht wurde. Darüber hinaus stellen die Regionsverwaltung und ihre Unternehmen mit mehr als 15.000 Vollzeit-Stellen ein Schwergewicht auf dem Arbeitsmarkt dar. „Die Region Hannover hat eine Steuerungs- und Dienstleistungsfunktion, stellt aber auch ein Wirtschaftsfaktor dar und trägt zur Wertschöpfung in der Region Hannover bei“, sagt Regionspräsident Steffen Krach.

Krach ist wichtig zu betonen, dass auch scheinbar lokale Investitionen stets auf die ganze Region wirkten. „Wenn die KSG in Wohnbauprojekte investiert, entlastet das insgesamt den Wohnungsmarkt. Jeder einzelne Hochbahnsteig bringt das Stadtbahnnetz in seiner Gesamtheit dem Ziel der Barrierefreiheit näher.“ Krach unterstreicht zudem, dass die Investitionen der Region und ihrer Unternehmen eine relativ stabile Größe sind. So investiert die Region pro Jahr 60 bis 70 Millionen Euro, die Unternehmen rund 200 Millionen Euro pro Jahr. Selbst in den schwierigen Corona-Jahren konnten die Investitionen hochgehalten werden. Die Investitionen der Regionsverwaltung lagen 2020 sogar auf dem Rekordniveau von über 92 Millionen Euro. 

Betrachtet man zusätzlich die Transferleistungen, fällt ins Auge, dass fast zwei Drittel der Aufwendungen im Regionshaushalt den Themen Soziales, Teilhabe und Jugend gewidmet sind. Krach hebt hervor: „Die Region Hannover sorgt dafür, dass in diesen schwierigen Zeiten niemand im Stich gelassen wird“. Der Regionshaushalt erfülle somit eine Ausgleichsfunktion zwischen den wohlhabenden und benachteiligten Räumen innerhalb der Region. 

Die Regionsverwaltung und ihre Beteiligungsunternehmen seien damit wichtige Stabilitätsanker, die maßgeblich dazu beigetragen hätten, dass die Region wirtschaftlich gut durch die Krise gekommen sei, führt Krach aus. Mit der Ukraine-Krise sei diese Funktion noch wichtiger geworden. Regionspräsident Krach: „Auch im Haushalt 2023 und den notwendigen Konsolidierungsanstrengungen in den Folgejahren werde ich darauf achten, Planbarkeit und Verlässlichkeit zu garantieren und nicht bei den Investitionen zu sparen.“ Die Regionsverwaltung und ihre Beteiligungsunternehmen erwiesen sich damit als stabile Partnerinnen für Handwerk und Mittelstand in der gesamten Region.

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