Neue Trickbetrugmasche von vermeintlichen Angehörigen über WhatsApp

Täglich hat man Kontakt mit Verwandten und Bekannten über Messenger-Dienste. "Aber seien Sie vorsichtig, sobald eine fremde Telefonnummer erscheint, in der Nachricht etwas von einem beschädigten Smartphone steht und früher oder später nach Geld gefragt wird", rät die Polizei, die über eine neue Betrugsmasche informiert.

"Betrüger haben sich diese Masche ersonnen. Sie melden sich wahllos bei beliebigen Nutzern von WhatsApp", teilt die Polizei mit. Die Unbekannten geben sich als Kind oder Enkel aus und gaukeln vor, dass sie sehr kurzfristig auf ein altes Smartphone zurückgreifen müssen, weil ihr aktuelles Handy kaputt ist oder in das "Klo" gefallen ist. So begründen sie die neue Rufnummer und das beispielsweise das Mikrofon nicht funktioniert, damit man die Stimme der jeweiligen Person nicht hören kann. Hinzu kommt, dass sie mit diesem Ersatzgerät keinen Zugang zum Online-Banking haben. Über kurz oder lang teilen sie mit, dass sie dringend Geld benötigen und fordern die Opfer auf, ihnen in ihrer "Notlage" zu helfen. Die IBAN, die ihnen dann mitgeteilt wird, enthält zwar die "DE"-Kennung, jedoch handelt es sich um Konten im Ausland. "Das dorthin überwiesene Geld, oft wird eine Sofortüberweisung verlangt, wird umgehend weitergeleitet und ist weg", so die Polizei.

"Selbst bei kleinen Summen von 50 oder 100 Euro sollten Sie wachsam sein und zuerst einen zuverlässigen Kontakt zum jeweiligen Angehörigen herstellen um sich zu vergewissern", betont die Polizei in diesem Zusammenhang. "Nehmen Sie über die Ihnen bekannten Rufnummern Kontakt mit dem Verwandten auf und besprechen Sie den Vorfall. Bleiben Sie standhaft, auch wenn Sie das jeweilige Familienmitglied nicht gleich sofort erreichen und bereits Druck auf sie ausgeübt werden sollte. Sie können sich jederzeit an ihre zuständige Polizeidienststelle wenden", informiert die Polizei.

Diese Betrugsvariante existiert nach Angaben der Polizei bereits seit vergangenem Jahr, kam aber erst in den vergangenen Monaten im Raum Hannover vereinzelt auf. "In den letzten Wochen nahmen die Meldungen zu, so dass wir Sie vor diesen Betrügern warnen möchten", teilt die Polizei mit.

Die Mitteilungen treffen bei allen Altersgruppen und beiden Geschlechtern ein. Bislang wurde die Vorgehensweise oft als Betrugsversuch erkannt und der Polizei gemeldet.

Was können Sie tun?
  • Kein Geld ungeprüft überweisen, erst Ihr jeweiliges Familienmitglied anrufen 
  • Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen, bleiben Sie misstrauisch, wenn jemand Geld verlangt! 
  • Weitere Tipps hat die Polizei unter diesem Link bereitgestellt  
  • Warnen Sie Ihre Eltern und Großeltern vor der neuen Betrugsmasche über Messenger-Dienste

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