Junge Humanisten feiern Jugendfeier im Theater am Aegi
Die Jungen Humanisten Hannover haben am gestrigen Sonntag, 14. Juni 2026, ihre diesjährige Jugendfeier im Theater am Aegi in Hannover ausgerichtet. Nach Angaben des Jugendverbandes feierten 33 Jugendliche aus Hannover und der Region gemeinsam mit rund 450 Gästen den symbolischen Übergang ins Erwachsenenleben.
Die Jungen Humanisten sind der Jugendverband des Humanistischen Verbands Deutschlands Niedersachsen. Die Jugendfeier versteht sich als religionsfreie Alternative zu Konfirmation und Firmung und knüpft an eine lange Tradition nichtreligiöser Jugendfeiern an. In Hannover wird sie nach Angaben des Verbandes seit Ende des 19. Jahrhunderts veranstaltet.
„Die humanistische Jugendfeier ist eine religionsfreie Alternative zu Konfirmation und Firmung und knüpft an eine lange Tradition nichtreligiöser Jugendfeiern an“, erklärt Sascha Jankowski, Jugendbildungsreferent des HVD Niedersachsen.
Zur Jugendfeier gehören neben dem Festakt auch Seminare, Workshops und gemeinsame Fahrten. Dabei setzen sich die Jugendlichen mit Fragen zu Werten, Demokratie, Verantwortung und ihrer eigenen Zukunft auseinander.
Nach Angaben der Jungen Humanisten steht das Angebot jedoch zunehmend unter Druck. Fehlende ehrenamtliche Ressourcen, steigende organisatorische Anforderungen und veränderte Rahmenbedingungen erschwerten die Durchführung der Veranstaltungen in der bisherigen Form. Hinzu kämen Auswirkungen der aktuellen kommunalen Fördersystematik, durch die kleinere Jugendverbände zunehmend unter strukturellen Druck gerieten.
„Fehlende ehrenamtliche Ressourcen, steigende organisatorische Anforderungen und veränderte Rahmenbedingungen erschweren die Durchführung der Veranstaltungen in ihrer bisherigen Form. Hinzu kommen die Auswirkungen der aktuellen kommunalen Fördersystematik, durch die kleinere Jugendverbände zunehmend unter strukturellen Druck geraten“, berichtet Jankowski.
Für die Jungen Humanisten Hannover führte dies nach Angaben des Verbandes Anfang dieses Jahres zur Streichung der kommunalen Förderung der Jugendverbandsarbeit. Der Jugendverband kündigt an, die Ausrichtung seiner Angebote neu bewerten zu müssen. Wie die Jugendfeier künftig organisiert und umgesetzt werden kann, ist derzeit offen.
„Wir wollen aber auch weiterhin Räume schaffen, in denen sich junge Menschen mit sich selbst, ihrer Umwelt und ihren Zukunftsvorstellungen auseinandersetzen können“, sagt Jankowski.
Der HVD Niedersachsen beschreibt sich als anerkannte Weltanschauungsgemeinschaft, Körperschaft des öffentlichen Rechts und Landesverband des Humanistischen Verbandes Deutschlands. Seine Wurzeln reichen nach eigenen Angaben bis ins Jahr 1851 zurück. Der Verband vertritt nach dem Staatsvertrag von 1970 die Interessen konfessionsfreier Menschen in Niedersachsen. Weitere Informationen gibt es unter www.humanisten.de.